Stahlbau und Dach
Anschlüsse werden geschweißt, Bleche getrennt, Dachbahnen mit dem Brenner verklebt. Ein Brandposten beobachtet die Arbeitsstelle und kontrolliert danach Fugen, Dämmung und tiefer liegende Ebenen.
Kalkar ist eine Stadt mit viel landwirtschaftlicher Fläche und einem Gewerbe, das gemessen an den Arbeitsplätzen stärker ist als im Kreisdurchschnitt. Wer hier eine neue Halle baut oder eine bestehende erweitert, reicht den Bauantrag beim Kreis Kleve ein, lässt Stahlbauer und Dachdecker mit Flamme arbeiten und muss am Ende, falls eine Brandmeldeanlage vorgesehen ist, diese aufschalten lassen. Für die Wochen dazwischen planen wir Brandposten und Brandwache.
Aus dem Kommunalprofil von IT.NRW lassen sich Zahlen ablesen, die für den Hallenbau wichtig sind. Stichtag für die Anteile der Beschäftigten am Arbeitsort ist der 31.12.2024.
Hallen entstehen in Kalkar also nicht nur in Gewerbegebieten. Auf Höfen geht es um Maschinenhallen, Lager für ernte und Futter oder Ställe, im Gewerbe um Produktion und Lager. In Appeldorn liegt eine Zuckerfabrik, die Zucker aus Rüben und eingelagertem Dicksaft gewinnt.
Für den Brandschutz beim Bauen hat das eine praktische Folge. Neben einer neuen Halle stehen oft Gebäude in denen weiter gearbeitet, gelagert oder Vieh gehalten wird. Funken und Glut aus Heißarbeiten treffen dann nicht nur auf die Baustelle, sondern auch auf Stroh, verpackung oder Fahrzeuge in der Nachbarschaft.
Quellen: IT.NRW, Kommunalprofil Kalkar, Stadt (Landesdatenbank, Stand 15.01.2026); Pfeifer & Langen, Standortseite Appeldorn (abgerufen 21.10.2026). Örtliche Gegebenheit, keine Referenz.
Kalkar trägt den Titel Stadt, steht aber nicht in der Landesverordnung über die Großen und Mittleren kreisangehörigen Städte. Nach § 57 BauO NRW ist deshalb der Kreis Kleve untere Bauaufsicht. Im Prüfbericht der Gemeindeprüfungsanstalt NRW von 2023 steht Kalkar in der Liste der Städte und Gemeinden, deren Baugenehmigungen beim Kreis liegen.
Für die Bauaufsicht des Kreises insgesamt hält derselbe Bericht fest, dass fast 90 Prozent aller Bauanträge unvollständig eingingen. Die gesetzlichen Fristen hielt der Kreis ein, die Laufzeiten bis zum Bescheid waren aber überdurchschnittlich lang. Für eine Halle lohnt es sich deshalb die Brandschutzangaben früh vollständig zu haben, also Brandabschnitte, Rettungswege, Zufahrten und die Frage, ob eine Brandmeldeanlage vorgesehen ist.
Brandschutzdienststelle ist nach § 25 BHKG die Gemeinde, deren Feuerwehr über genug geeignete hauptamtliche Kräfte verfügt, im Übrigen der Kreis. Das Merkblatt, das der Kreis 2015 zu Brandmeldeanlagen herausgab, nannte dafür die eigene Dienststelle des Kreises. Den heutigen Stand nennt Ihnen der Kreis. Die Stadt Kalkar bleibt erste Adresse für Veranstaltungen, bei denen eine erhöhte Brandgefahr besteht und bei Ausbruch eines Brandes eine große Zahl von Personen gefährdet wäre. Solche Veranstaltungen sind ihr nach § 27 BHKG anzuzeigen, und sie entscheidet über eine Brandsicherheitswache.
Quellen: Gemeindeprüfungsanstalt NRW, Bericht über die überörtliche Prüfung des Kreises Kleve (Vorbericht, Herne, August 2023); Landesverordnung über Große und Mittlere kreisangehörige Städte in der seit Januar 2025 geltenden Fassung; Landesbauordnung NRW (§ 57); Brandschutzgesetz BHKG (§ 25 und § 27); Merkblatt des Kreises Kleve zu Brandmeldeanlagen, Juni 2015 (Kopie auf din-14675.de).
Stahlbau und Dach
Anschlüsse werden geschweißt, Bleche getrennt, Dachbahnen mit dem Brenner verklebt. Ein Brandposten beobachtet die Arbeitsstelle und kontrolliert danach Fugen, Dämmung und tiefer liegende Ebenen.
Anbau an eine genutzte Halle
Die Wand zum Bestand wird geöffnet, im Altbau laufen maschinen oder lagern Waren. Hier kann eine Brandwache die offenen Übergänge in Rundgängen kontrollieren, solange die Trennung fehlt.
Einzug vor der Aufschaltung
Regale stehen, Ware kommt, aber die Meldeanlage ist noch nicht aufgeschaltet. Ob die Halle so genutzt werden darf, legen Genehmigung und Brandschutzkonzept fest.
Was ein Posten vom Beginn der Heißarbeit bis zur Nachkontrolle tut, beschreibt die Seite Aufgaben eines Brandpostens bei Heißarbeiten. Für die Arbeiten selbst stellt der Betrieb einen Erlaubnisschein aus, in dem auch steht, wer den Posten stellt.
Eine neue Brandmeldeanlage ist nicht an dem Tag fertig an dem der Errichter die letzte Leitung anschließt. Das Merkblatt des Kreises von 2015 nennt mehrere Schritte, die vorher erledigt sein müssen, und einige davon brauchen Vorlauf.
Konzept abstimmen
Das Konzept der Anlage ging nach dem Merkblatt an die Brandschutzdienststelle, eine Ausfertigung davon an die Bauaufsicht.
Übertragung beantragen
Die Übertragungseinrichtung bestellte der Betreiber nach dem Merkblatt direkt beim damaligen Konzessionär, nicht beim Kreis.
Schließung besorgen
Für Kalkar führte die Tabelle des Merkblatts Profilhalbzylinder und ein Umstellschloss auf, bezogen über eine Fachfirma.
Erstprüfung
Vor der Inbetriebnahme prüfte ein Prüfsachverständiger, sein Bericht nach PrüfVO NRW musste nach dem Merkblatt am Tag der Aufschaltung vorliegen.
Termin festlegen
Den Tag der Aufschaltung stimmte der Betreiber mit der Brandschutzdienststelle und der örtlichen Feuerwehr ab.
Fehlt einer dieser Bausteine verschiebt sich die Aufschaltung, und die Halle ist womöglich schon belegt. Wenn die Beteiligten für diese Zeit eine Brandwache vorsehen, geht sie die Halle in festgelegten Runden ab und meldet einen Brand über den vereinbarten Weg. Sie ersetzt die Anlage nicht, kann die Zeit bis zur Aufschaltung aber überbrücken. Ob das Merkblatt inzwischen neu gefasst wurde, kann der Kreis Kleve sagen.
Beispiel zur Einordnung, keine Referenz: Ein Handwerksbetrieb baut in Kalkar eine zweite Werkhalle neben die alte. In der Woche vor dem Umzug verklebt ein Dachdecker die letzten Bahnen, dafür steht ein Brandposten mit Nachkontrolle bereit. Die Maschinen sollen danach umziehen, die Übertragungseinrichtung der Meldeanlage ist aber erst zwei Wochen später lieferbar. Nach Absprache mit Bauaufsicht und Versicherer übernimmt eine Brandwache bis zur Aufschaltung die Rundgänge außerhalb der Arbeitszeit.
Bei brandschutzwache.de stimmen wir Runden, Zeiten und Übergabe mit Ihnen ab und dokumentieren die Kontrollen nach Absprache. Mehr zu dieser Lage steht unter Wache bis zur Inbetriebnahme der Melder.
Begriffe wie Brandabschnitt, Schweißerlaubnisschein und Nachkontrolle erklärt das Glossar.
Zeit bis zur Aufschaltung absichern
Quelle: Kreis Kleve, Merkblatt Brandmeldeanlagen nach DIN 14675, Kurzbeschreibung zur Planung und Aufschaltung, Stand 12.06.2015, mit Anlage 2 (Kopie auf din-14675.de).
Nein. Kalkar hat nicht den Status einer Großen oder Mittleren kreisangehörigen Stadt. Bauanträge für Hallen, Anbauten und Nutzungsänderungen bearbeitet der Kreis Kleve als untere Bauaufsicht.
Das hängt von der Baugenehmigung und dem Brandschutzkonzept ab. Klären Sie es mit dem Kreis Kleve, bevor die ware kommt. Wird eine Brandwache als Übergang vereinbart, richten wir Runden und Dauer nach dem, was dort festgelegt ist.
Das regelt der Erlaubnisschein für jede Arbeit. Bei einem Hallenbau mit Stahlbauer, Installateur und Dachdecker kann es sinnvoll sein die Posten über alle Termine aus einer Hand zu planen, damit keine Nachkontrolle verloren geht.
Besteht eine erhöhte Brandgefahr und wäre bei Ausbruch eines Brandes eine große Zahl von Personen gefährdet, zeigen Sie die Veranstaltung der Stadt Kalkar an. Sie entscheidet über eine Brandsicherheitswache. Kann der Veranstalter selbst eine geeignete Wache stellen, muss die Stadt ihm diese Aufgabe übertragen. Wie und bis wann die Anzeige eingehen soll, sagt Ihnen das Rathaus.
Ob geplanter Termin oder kurzfristiger Anlass: Mit Ort, Zeitraum und einer kurzen Beschreibung können wir Ihre Anfrage einordnen und ein passendes Angebot vorbereiten.