Einsatzgebiet Monheim am Rhein

Brandwache in Monheim am Rhein: wenn die Meldeanlage nicht aufgeschaltet ist

In Monheim am Rhein laufen Brandmeldeanlagen über eine Übertragungseinrichtung bei der Kreisleitstelle Mettmann auf. Die Anschlussbedingungen der Feuerwehr regeln, was gilt, wenn eine Anlage davon getrennt wird oder noch nicht aufgeschaltet ist. Trennt die Feuerwehr eine Anlage mit schweren Mängeln, muss die Abschaltung zum Beispiel durch einen Wachdienst kompensiert werden. Für solche Zeiten lässt sich eine Brandwache einplanen, die das Gebäude in Rundgängen kontrolliert. Welche Maßnahmen nötig sind, klären Sie mit Bauaufsicht und Feuerwehr.

Brandwache kontrolliert mit Taschenlampe einen Flur in einem Bürogebäude
Stadtverwaltung

Bauaufsicht und Brandschutz­dienststelle arbeiten eng zusammen

Monheim am Rhein gehört zum Kreis Mettmann und ist nach der Landesverordnung über die Großen und Mittleren kreisangehörigen Städte eine Mittlere kreisangehörige Stadt. Daraus folgt nach § 57 der Landesbauordnung, dass die Stadt selbst untere Bauaufsichtsbehörde ist. Bauanträge, Nutzungsänderungen und auch die änderung eines genehmigten Brandschutzes laufen also über das Rathaus und nicht über den Kreis.

Auch die Brandschutzdienststelle ist bei der Stadt angesiedelt. Laut Jahresbericht 2025 der Feuerwehr ist sie mit Fachleuten aus der Feuerwehr und der unteren Bauaufsicht besetzt und versteht sich als fachberatende Abteilung für die Bauaufsicht. Sie prüft Brandschutzkonzepte, gibt Stellungnahmen im Baugenehmigungsverfahren ab, berät Bauherren und architekten und ist für die technischen und einsatztaktischen Belange der Brandmeldeanlagen im Stadtgebiet zuständig.

Untere Bauaufsicht
Die Stadt Monheim am Rhein selbst, als Mittlere kreisangehörige Stadt nach der Verordnung in der Fassung ab 01.01.2025.
Brandschutzdienststelle
Ebenfalls städtisch, eng mit der Bauaufsicht verbunden und zuständig für Brandschutzkonzepte und Meldeanlagen.
Leitstelle
Die Übertragungseinrichtung für Anlagen aus Monheim am Rhein unterhält die Kreisleitstelle Mettmann. Ihr Betrieb ist derzeit einem Konzessionär übertragen.

Quellen: Verordnung zur Bestimmung der Großen kreisangehörigen Städte und der Mittleren kreisangehörigen Städte (Fassung ab 01.01.2025); BauO NRW, § 57; Feuerwehr Monheim am Rhein, Jahresbericht 2025; Feuerwehr Monheim am Rhein, Anschluss- und Ausführungsbedingungen für Brandmeldeanlagen (Stand Januar 2025).

Brandmeldeanlage

Abschalten, trennen, neu aufschalten: was die Bedingungen vorsehen

Die Anschluss- und Ausführungsbedingungen der Feuerwehr Monheim am Rhein (Stand Januar 2025) regeln, was passiert, wenn eine Anlage nicht wie gewohnt auf die Leitstelle aufläuft. Für die Planung einer Brandwache zählen vor allem vier Fälle.

Brandmeldeanlagen in Monheim am Rhein: Fälle und Planung
FallWas die Bedingungen sagenWas das für die Planung heißt
Trennung bei schweren MängelnHat eine Anlage schwere Mängel, kann die Feuerwehr sie von der Übertragungseinrichtung trennen. Die Abschaltung muss dann, zum Beispiel durch einen Wachdienst, kompensiert werden. Die Verantwortung dafür trägt der Betreiber.Der Zeitpunkt ist kaum planbar. Hilfreich ist eine Liste, wer die Mängel behebt und wer die Überwachung bis dahin übernimmt.
Fehlalarm ohne AnsprechpersonIst nach höchstens einer Stunde keine eingewiesene, entscheidungsbefugte Person erreichbar oder vor Ort, darf die Feuerwehr die Anlage vorübergehend abschalten und auf Kosten des Betreibers einen Wachdienst oder eigenes Personal zur Überwachung einsetzen.Erreichbare Ansprechpersonen festlegen und aktuell halten.
Kündigung der ÜbertragungseinrichtungSoll die Übertragungseinrichtung etwa wegen Leerstand oder Nutzungseinstellung gekündigt werden und ist die Anlage baurechtlich gefordert beantragt der Bauherr die Änderung des Bauentwurfs bei der Bauaufsicht. Abgeschaltet wird erst nach deren schriftlicher Genehmigung.Den Termin an das Datum der Genehmigung koppeln, nicht an den auszug. Werden Räume danach noch geräumt oder umgebaut, lohnt eine Abstimmung, ob Kontrollgänge sinnvoll sind.
Neue AufschaltungDer Antrag muss mindestens acht Wochen vor dem geplanten Aufschalttermin beim Konzessionär vorliegen. Den Termin für die Abnahme durch die Feuerwehr teilt der Betreiber der Übertragungsanlage mindestens vier Wochen vorher mit. Vorher nimmt ein staatlich anerkannter Sachverständiger die Anlage ab.Verschiebt sich die Aufschaltung verlängert sich die Zeit ohne Meldung an die Leitstelle. Wer einzieht bevor die Anlage aufgeschaltet ist, sollte das früh mit der Bauaufsicht klären.

Eine Brandwache ersetzt keine Meldeanlage. Sie geht die betroffenen Bereiche in festen Abständen ab, achtet auf Brandgerüche, Rauch und wärmequellen und alarmiert im Ernstfall über 112. Welche Maßnahmen während einer Abschaltung verlangt werden, klären Sie vorher mit Bauaufsicht und Feuerwehr. Sollen bei Umbauten nur einzelne Meldebereiche vorübergehend ruhen erfragen Sie dort ebenfalls, ob und mit wem das abzustimmen ist. Wie die Kontrolle im Einzelnen abläuft, beschreibt die Seite Rundgänge, während die Meldeanlage ruht.

Abschaltung in Monheim am Rhein planen

Quelle: Feuerwehr Monheim am Rhein (Brandschutzdienststelle), Anschluss- und Ausführungsbedingungen für Brandmeldeanlagen, Feuerwehrlaufkarten und Feuerwehreinsatzpläne, Ziffern 2, 8, 9, 10 und 11 (Stand Januar 2025).

Gewerbe und Neubau

Dichte Bebauung und neue Gewerbeflächen

Ende 2024 waren laut IT.NRW 25,3 Prozent der Monheimer Fläche Wohnbau-, Industrie- und Gewerbefläche. Im Kreis Mettmann sind es 19,3 Prozent, landesweit 10,3 Prozent. Im Bereich verarbeitendes Gewerbe und Bergbau zählt das Kommunalprofil zum 30.09.2024 16 Betriebe von Unternehmen mit in der Regel 20 und mehr Beschäftigten, mit zusammen 3.523 Beschäftigten. Auf ihrer englischsprachigen Wirtschaftsseite (ohne Datum) nennt die Stadt rund 400.000 Quadratmeter entwickelte und größtenteils verkaufte Gewerbefläche.

Dort beschreibt sie auch das Gewerbegebiet Rheinpark und den Creative Campus im Süden der Stadt, den sie als in Umgestaltung für Gesundheitsforschung, Biotechnologie und Life Science darstellt.

Kontrollgang an einer Brandschutztür in einem Gewerbeobjekt

Für eine Brandwache heißt das: In bestehenden Büro- und Gewerbebauten geht es meist um Umbau, Wartung oder Störung einer vorhandenen Anlage, bei Neubauten um die erste Aufschaltung mit den genannten Fristen.

Für Betriebe kommt ein zweites Merkblatt der Stadt in Betracht. Es erklärt die Brandschutzordnung nach DIN 14096: Wird eine Brandschutzordnung erstellt, ist Teil A als Aushang immer nötig. Teil B muss sich auf das konkrete Arbeitsumfeld beziehen, Teil C richtet sich an Personen mit besonderen Brandschutzaufgaben. Die Bauaufsicht kann eine Brandschutzordnung im Einzelfall verlangen. Wer dafür Unterstützung sucht, findet sie unter Brandschutzordnung und Unterweisung extern betreuen.

Quellen: IT.NRW, Kommunalprofil Monheim am Rhein (Stand 15.01.2026); Stadt Monheim am Rhein, Commercial premises (englischsprachige Wirtschaftsseite, ohne Datum); Stadt Monheim am Rhein, Merkblatt Brandschutzordnung nach DIN 14096 (ohne Datum). Örtliche Gegebenheit, keine Referenz.

Vorgehen

Von der Abstimmung bis zur Wieder­inbetriebnahme

  1. Bereiche festlegen

    Welche Melder oder Meldebereiche abgeschaltet werden, in welchen Geschossen und für wie viele Tage.

  2. Abstimmung klären

    Ob und mit wem die Abschaltung abzustimmen ist, erfragen Sie bei Feuerwehr und Bauaufsicht der Stadt. Für die Kündigung der Übertragungseinrichtung braucht es die Genehmigung der Bauaufsicht.

  3. Rundgänge planen

    Zeiten, Wege, Zugänge und Schlüssel, dazu der Alarmweg über 112 und die Ansprechpartner im Haus.

  4. Übergabe am Ende

    Die Brandwache endet, wenn die Anlage wieder in Betrieb und auf die Leitstelle aufgeschaltet ist. Das Ende wird bei der Übergabe festgehalten.

Beispiel zur Einordnung, keine Referenz: In einem dreigeschossigen Bürohaus soll das zweite Obergeschoss für einen neuen Mieter umgebaut werden. Für Trockenbau und Deckenarbeiten sollen die Melder dieser Etage drei Wochen ruhen. Der Eigentümer stimmt die Abschaltung mit Feuerwehr und Bauaufsicht ab. Danach kontrolliert eine Brandwache die Etage nach Feierabend und am Wochenende in Rundgängen und hält jeden Rundgang schriftlich fest. Am Morgen übergibt sie an die Bauleitung.

Im Beispiel arbeiten tagsüber Handwerker auf der Etage. Fallen dabei Schweiß- oder Trennarbeiten an kommt ein Brandposten hinzu, der während der Arbeit dabeibleibt. Bei brandschutzwache.de stimmen wir beides miteinander ab und klären, wer zu welcher Uhrzeit zuständig ist.

Begriffe wie Brandmeldeanlage, Brandschutzordnung und Nachkontrolle erklärt das Glossar.

Umbau mit ruhenden Meldern absichern

Einsatzgebiet
Monheim am Rhein, Kreis Mettmann. Die Seite beschreibt ein Einsatzgebiet, keine Niederlassung.
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Fragen

Häufige Punkte bei Anlagen und Festen in Monheim am Rhein

Kann ich in Monheim am Rhein Melder für eine Baustelle vorübergehend abschalten lassen?

Für die Kündigung der Übertragungseinrichtung braucht es bei einer baurechtlich geforderten Anlage die schriftliche Genehmigung der Bauaufsicht. Ob und mit wem eine vorübergehende Abschaltung einzelner Meldebereiche abzustimmen ist, erfragen Sie bei Feuerwehr und Bauaufsicht der Stadt. Planen Sie dafür zeit ein, bevor die Brandwache starten soll.

Wie früh muss eine neue Anlage in Monheim am Rhein angemeldet sein?

Der Antrag auf Aufschaltung muss mindestens acht Wochen vor dem Wunschtermin beim Konzessionär liegen. Die Abnahme durch die Feuerwehr setzt voraus, dass ein Sachverständiger die Anlage schon abgenommen hat und die Unterlagen spätestens zwei Werktage vorher vorliegen.

Wer stellt bei Veranstaltungen in Monheim am Rhein die Brand­sicherheits­wache?

Veranstaltungen mit erhöhter Brandgefahr, bei denen bei Ausbruch eines Brandes eine große Zahl von Personen gefährdet wäre, sind nach § 27 BHKG der Stadt anzuzeigen. Sie entscheidet, ob eine Brandsicherheitswache nötig ist. Laut Jahresbericht 2025 übernehmen das in der Regel Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr, vor allem bei Veranstaltungen in der städtischen Aula. Kann ein Veranstalter selbst eine geeignete Wache stellen, überträgt ihm die Stadt die Aufgabe. Mehr dazu unter Brandsicherheitswache für Veranstalter.

Was gilt für Stände bei einem Fest auf Monheimer Straßen und Plätzen?

Die Stadt hat dazu ein Merkblatt aus Sicht der Brandschutzdienststelle. Danach braucht jede Verkaufsstelle einen zugelassenen Feuerlöscher, Stände halten mindestens fünf Meter Abstand zu Außenwänden mit Fenstern oder Türen, und Flüssiggas ist als Brennstoff für Heizgeräte unzulässig. Feuerwehrzufahrten bleiben mindestens drei Meter breit frei.

Quellen: BHKG NRW, § 27; Feuerwehr Monheim am Rhein, Jahresbericht 2025 und Anschlussbedingungen für Brandmeldeanlagen (Stand Januar 2025); Stadt Monheim am Rhein, Merkblatt Veranstaltungen auf öffentlichen Verkehrsflächen aus Sicht der Brandschutzdienststelle (ohne Datum).

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