Wupperorte
Fabrikbauten aus Bruchstein an der Wupper
Seit der Industrialisierung prägten drei Tuchfabriken die Wupperorte. Um sie herum entstanden nach Angaben der Stadt Geschäfte, Cafés, Gaststätten und sogar ein kino. Mit der Schließung der Fabriken fiel vieles davon weg, die Einwohnerzahl sank und die Leerstände nahmen zu.
Wie es um die alten Gebäude stand, beschreibt das Kulturlandschaftskataster des Landschaftsverbands Rheinland im Jahr 2008 an zwei Beispielen. In Dahlerau geht das Ensemble auf einen Wiederaufbau in Bruchstein zurück, und nach der Schließung der Fabrik kamen einige Gebäude als Gewerbepark wieder in Nutzung. In Dahlhausen steht ein dreistöckiges Fabrikgebäude aus Naturstein. Dort nutzten 2008 kleinere Firmen Teile der Bauten, andere waren nach der Beschreibung vom Verfall bedroht. Beide Anlagen stehen unter Denkmalschutz.
Der heutige Zustand kann sich davon unterscheiden. Die Beschreibungen zeigen aber gut, worauf es bei einer Brandwache in solchen Gebäuden ankommt. Massive Außenwände sagen wenig darüber, woraus Decken, Böden und Dachstühle bestehen. Mehrere Nutzer teilen sich einen Bau, dessen Teile sehr unterschiedlich gepflegt sind. Neben einer vermieteten Werkstatt kann ein leerer Saal liegen, über dem lager ein Dachboden, den lange niemand betreten hat.
Quellen: Stadt Radevormwald, Integriertes Handlungskonzept Wupperorte; LVR, KuLaDig, Industriestandort Dahlerau und Industriestandort Dahlhausen (Erfassung 2008). Örtliche Gegebenheit, keine Referenz.