Ausgangslage
Krefelds Gewerbeflächen im Wandel
Die Stadt Krefeld, ihre Grundstücksgesellschaft GGK und die IHK Mittlerer Niederrhein ließen von STADTRAUMKONZEPT eine Analyse der Gewerbe- und Industriebestandsgebiete erstellen, der Endbericht stammt vom März 2022. Untersucht wurden 31 Gebiete, vom Rheinhafen mit rund 265 Hektar und 87 Betrieben bis zu kleinen Flächen von wenigen Hektar. Der Bericht hält einleitend fest: Viele bestehende Gewerbegebiete sind in die Jahre gekommen.
Für die Planung einer Brandwache sind drei befunde wichtig. Erstens stellte die Analyse Leerstand und untergenutzte Grundstücke fest, vor allem in die Bereiche Lange Straße/Parkstraße und Duisburger Straße/Hohenbudberger Straße. Zweitens änderten sich Nutzungen: An der Langen Straße/Parkstraße ging 2021 ein großer Teil der Fläche an ein Wohnungsunternehmen, geplant war ein gemischtes Quartier mit vielen Wohnungen. Drittens lagen laut Analyse viele Gebiete in einer Gemengelage, in der Wohnhäuser direkt an Gewerbe grenzen.
Gebäude in älteren Gewerbegebieten werden nicht immer in einem Zug umgebaut. Oft zieht ein Mieter aus, ein Teil der Halle wird entkernt, ein anderer bleibt in Betrieb, und zwischendurch steht das haus wochenlang still. In diesen Phasen sind Meldeanlagen oft abschnittsweise abgeschaltet, Türen offen und Abfälle aus dem Rückbau liegen noch im Gebäude.
Quellen: Stadt Krefeld, GGK Grundstücksgesellschaft der Stadt Krefeld und IHK Mittlerer Niederrhein, Analyse der Gewerbe- und Industriebestandsgebiete in Krefeld, Endbericht März 2022 (Handlungsprogramm Gewerbebrachflächen). Örtliche Gegebenheit, keine Referenz.